Presse Archiv 2009


Spektakuläre Rettung: Pferd in Glan gestürzt

09.04.2009 - ODERNHEIM

Von Mirca Waldhecker

Da waren selbst die Feuerwehrleute erst einmal ratlos: Eine Stute des Sonnenberghofs war bei Odernheim in den Glan gestürzt. Doch mit vereinten Kräften konnte das Pferd gerettet werden.

Mal hielt die braune Stute namens “Gräfin" ganz still, dann schlug sie wieder panisch um sich. Die Besitzer knieten die ganze Zeit bei dem Pferd, redeten beruhigend auf es ein.

Beim Grasen am Fluss hatte sich das Tier offenbar auf der Wiese gewälzt und war dabei in den Fluss gestürzt. Weil die Böschung an der Stelle so steil ist, fand die “Gräfin" keinen Weg aus dem Glan. Gegen 15.30 Uhr alarmierte die Familie Landfried die Feuerwehr. Doch auch als die Floriansjünger eintrafen herrschte zunächst Ratlosigkeit. Das Tier hatte sich derart hinter einer großen Baumwurzel verkeilt, dass es nicht einfach herausgezogen werden konnte. “Sowas habe ich in meiner ganzen Laufbahn noch nicht erlebt", staunte Einsatzleiter Thomas Weigand.

Die Feuerwehr rief dann beim Abschleppunternehmen Kappler an ­ mit einem Kran sollte das hilflose Tier aus dem Wasser gehievt werden. Doch bevor es soweit kam, trafen die Tierärztinnen Rebeka Schmitt aus Bad Sobernheim und Sabine Gajdoss aus Odernheim ein. Die beiden übernahmen schnell die Kontrolle. Sie schafften es zusammen mit der Familie, das Pferd auf die andere Seite der Wurzel zu manövrieren, wo das Ufer etwas breiter ist. Das nervöse Pferd begann daraufhin wild zu strampeln, versuchte das Ufer zu erklimmen. Beherzt sprangen Ulrich Landfried und Feuerwehrmann Kai-Uwe Schäfer ins Wasser, um dem Pferd zu helfen.

Die “Gräfin" arbeitete sich Zentimeter für Zentimeter vor, bäumte sich wild auf. Als dann nur noch die Hinterläufe festhingen konnten die Feuerwehrleute B-Schläuche, die normalerweise zum Wasserpumpen gedacht sind, um den Rumpf des Pferdes legen.

Mit vereinten Kräften zogen die Feuerwehrmänner, die Familie und die Tierärztinnen die Stute dann aus dem Fluss heraus. Gegen 16.30 Uhr stand sie wieder auf festem Boden. Die dramatische Rettungsaktion überstand die Zweibrücker-Stute erstaunlicherweise unverletzt. Rebeka Schmitt bestätigte: “Auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung zu sein. Ich werde das später noch nachkontrollieren." Die Stute war gleich wieder ganz munter. Sie prustet einige Male sehr laut, schüttelte sich und ließ sich dann von ihrer Besitzerin auf die Wiese führen, wo sie gleich wieder zu grasen anfing. 25 Kameraden der Feuerwehren aus Bad Sobernheim und Odernheim waren laut Pressesprecher Matthias Giselbrecht an der Rettungsaktion beteiligt.

 

Mit vereinten Kräften zogen Feuerwehrmänner, Familie und Tierärzte das Pferd aus dem Fluss. Foto: Mirca Waldhecker



Übung war eine starke Belastung

August 2009 - ODERNHEIM

Von Geo Donsbach - Öffentlicher Anzeiger


Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Odernheim waren gefordert

 

Feuerwehrleute müssen stets topfit und für alle Einsätze gut vorbereitet sein. Deshalb absolvierten Andreas Paulus, Andreas Weigand und Marco Rathmacher von der Freiwilligen Feuerwehr Odernheim in den neu angelegten Trockenmauern mit vielen Treppenstufen im Staudernheimer Hang eine besonders anstrengende Übung.

 

In kompletter Atemschutzausrüstung gingen sie den sehr steilen Hang hoch bis zum Aussichtsturm. Ziel des Einsatzes war, hier einmal festzustellen, wie lange der Sauerstoff bei solch einer starken Belastung, die bis an die körperliche Schmerzgrenze geht, ausreicht. Zu bedenken war auch, dass zu dieser Zeit noch eine Temperatur von 30 Grad im Schatten herrschte. Nach etwa Dreiviertel der Strecke waren die Sauerstoffflaschen leer.

In Odernheim werden solche anstsrenenden Übungen öfter durchgeführt – immer mit anderen Feuerwehrkameraden. Neulich ging es die Disibodenberg- Treppe mit ihren über 100 Stufen hoch.

Die Teilnehmer waren schnell in Schweiß gebadet.

Doch alle Strapazen haben sich gelohnt. Die Odernheimer Feuerwehr kann sich zu den besten in der Verbandsgemeinde zählen.




Übung: Jugendliche aus Niedermühle gerettet


23.10.2009 

Odernheimer Feuerwehr probte den Ernstfall - Atemschutzgeräteträger kamen auch zum Einsatz

 

Die Niedermühle und das Haus Duchroth hatte die freiwillige Feuerwehr für die Jahresabschlussübung, die von Florian Seith und Andreas Paulus ausgearbeitet worden war, ausgesucht. Im Vordergrund stand die Rettung von Jugendlichen aus dem brennenden, stark vernebelten Obergeschoss.

 

Die Wehr rückte mir zwei Wagen an – an vorderster Front ein Löschfahrzeug. Mit dem kleineren Fahrzeug wurde die Wasserversorgung vom Mühlenteich hergestellt. Insgesamt waren 15 Feuerwehrmänner und drei Frauen im Einsatz. Die eingeschlossenen Jugendlichen wurden über eine Leiter aus dem ersten Stock gerettet. Zunächst wurden noch zwei Jugendliche vermisst, die von Atemschutzgeräteträgern gesucht wurden.

 

Odernheims Wehrführer Thomas Weigand, VG Wehrleiter Karlheinz Steinbrecher und Ortsbürgermeister Achim Schick waren letzlich mit dem Ablauf zufrieden.

Im „wahren Leben“ gab es in diesem Jahr zwei Einsätze für die Wehr – die spektakulärste Rettung eines Pferdes aus dem Glan und eine Ölspurbeseitigung in der Bahnhofstraße. Die Odernheimer Wehr ist zahlenmäßig gut aufgestellt – sie verfügt über 32 Feuerwehrmänner, drei weibliche Mitglieder und immerhin zehn Jugendliche.



Flotten Schrittes eilten die Feuerwehrleute zum Einsatzort in der CJD-Niedermühle.

Öffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach Text & Foto Geo Donsbach